Wahlergebnis 2008
11. Oktober 2008 | Von Benny Blatz | Kategorie: Kommunalpolitik
Die Kommunalwahl 2008 ist vorbei und die Abgeordneten für die nächsten 5 Jahre bestimmt. Auch ich wurde von den Wählerinnen und Wählern in das Spremberger Stadtparlament gewählt. Im Kreistag Spree-Neisse fehlten mir 12 Stimmen für ein Direktmandat, durch den Verzicht von Andreas Lemke bin ich aber nachträglich zum Kreistagsabgeordneten geworden.
Immerhin 844 Stimmen für den Kreistag und 627 Stimmen für das Spremberger Stadtparlament haben für ein in meinem Augen sehr passables Ergebnis gesorgt. Dafür danke ich meinen Wählerinnen und Wählern.
Insgesamt konnte die SPD in Spremberg einen Stimmenzuwachs von 1 % auf 16,9 % verbuchen. Dies klingt im ersten Schritt nicht sehr viel, bei genauem Hinsehen fällt aber auf, dass die lokale SPD bei den totalen Stimmen einen Zuwachs auf 5232 Stimmen erzielen konnte. Im letzten Wahlgang waren dies nur 4103 Stimmen (15,9 %) gewesen. Ebenfalls kräftige Zugewinne machte die Partei DieLinke die ihren Stimmenanteil von 4358 (16,9 %) auf nun 6614 Stimmen (21,3%) steigern konnte. Der CDU Spremberg gelang es hingegen nicht von der fast 10% höheren Wahlbeteiligung gegenüber 2003 zu profitieren, hier stiegen die Stimmen von 9820 im Jahr 2003 lediglich marginal auf 9895 und so bedeutet dies durch die höhere Wahlbeteiligung ein Rückgang von 38,08 % in 2003 auf jetzt 31,9 % in 2008. Dabei dürften die Union noch mit einem blauen Auge davon gekommen sein, denn die allein 4327 Stimmen von Altbürgermeister Egon Wochatz machen insgesamt 43,73 % der CDU Gesamtstimmen aus. Ohne diesen bei der Bevölkerung derart beliebten Abgeordneten läge die CDU wohl deutlich weiter hinten. Insbesondere wenn man der Annahme folgt, dass viele der Wochatz-Wähler zur Gruppe der Wechselwähler zählen, die ihre Entscheidung anhand des jeweiligen Bekanntheitsgrades der Kandidaten fällen. Das selbe Phänomen lässt sich im übrigen auch bei der Spitzenkandidatin der Linken Birgit Wöllert mit 2968 Stimmen feststellen.
Neu hingegen sind zahlreiche Stimmen für den Einzelkandidaten Hanko und ein Zuwachs bei den Wählergemeinschaften Pro Georgenberg, Brandschutz. Nicht gereicht hat es für den Einzelkandidaten Hentschel.
Insgesamt ist das neue Parlament ein deutliches Signal der Wählerinnen und Wähler an die beiden bisher stärksten Fraktionen im Stadtparlament.
Nachfolgend die neuen SPD-Abgeordneten der Stadtverordnetenversammlung Spremberg im Überblick:

Quelle: www.stadt-spremberg.de








