Bundes- & Landtagswahl 2009

28. September 2009 | Von Benny Blatz | Kategorie: Meinungen

Man braucht es nicht schön reden, das war eine heftige Niederlage. Nicht nur dass es nicht gelungen ist Birgit Wöllert als Landtagsabgeordnete im Süden des Spree-Neiße Kreises abzulösen und somit die Zukunftsfähigkeit unserer Region im Landtag weiter voranzutreiben, nein es sollte noch viel schlimmer kommen. Unserem bisherigen Bundestagsabgeordneten Steffen Reiche sollte der Wiedereinzug in den Bundestag nicht gelingen.

Die Menschen im Wahlkreis 65 Cottbus – Spree Neiße wählten stattdessen den Tagebaugegner und grundsätzlich im Wahlkreis selten bis garnicht sichtbaren bisherigen Abgeordneten und Import-Kandidaten der Linken. In den vergangen 5 Jahren war der in Lübeck lebende, in Berlin arbeitende  und für die Linke schon 2005 gewählte Wolfgang Nešković so wenig wie kein anderer Abgeordneter der vergangen 20 Jahre im Wahlkreis präsent. Selbst im Wahlkampf war Wolfgang Nešković kaum vor Ort zu sehen.  Offenbar mögen es die Lausitzer wenn Politik sie am besten in Ruhe lässt und möglichst nicht ständig vor Ort präsent ist um Fragen und Probleme mit den Bürgern zu besprechen.

Das nun die vielen Initativen von Steffen Reiche, wie Bundestagsbesuche für tausende Lausitzer, die Spreegespräche, Neujahrempfänge oder ähnliches vom Bundestagsabgeordneten der Linken fortgeführt werden, darf schon jetzt bezweifelt werden. Die Lausitzer haben nun weder eine starke Stimme der Lausitz in der Frage der Entwicklung von Braunkohle, noch bei den Fragen der rechtlichen Grundlagen für die CCS-Technik im Bundestag.

Für die Jusos Spree-Neiße ist das Ergebnis natürlich ebenso ein besonders trauriges Ereignis und doch zugleich ein “Glücksfall”  für die Motivation, ermöglicht es nun doch voll in die Oppositionsarbeit einzusteigen und den Menschen in der Region zu verdeutlichen was Schwarz-Gelb bedeutet und warum das die Abwanderung junger Lausitzerinnen und Lausitzer weiter befeuern wird. Erste neue Sympatisanten waren schon am Wahlabend im Spremberger Burglehn in dem die lokale SPD auf die Ergebnissen wartete. Aus dieser Niederlage scheint die lokale SPD zumindest zusätzlich gestärkt durch junge Mitglieder hervorzugehen. Packen wir es also an für die nächsten 4 Jahre.

Tags: , , , , , , ,

Leave a Comment